Mannheimer Morgen 21.02.2007

Ex-Prinzessinnen schließen GKM-Geschäftsführer Wolfgang Frey ins Herz

NECKARAU: Neuer Träger der Silbernen Spange schätzt "schöne und familiäre Atmosphäre" bei der Pilwe und im traditionsbewussten Vorort

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny

Ohne ihn sähe Mannheim ziemlich trübe und finster aus. Dann bliebe die Spannung und mit ihr das Licht weg, neun Monate später hätten wir die Bescherung: Davon ist Rainer Freiherr von Schilling überzeugt. Seine Laudatio in den Geschäftsräumen des Neckarauer Weingeschäftes ProVinum galt dem Vorstandsmitglied des Mannheimer Großkraftwerkes, Wolfgang Frey. Auf ihn nämlich hatten die Neckarauer Prinzessinnen ein Auge geworfen. Und wen die Lieblichkeiten ins Herz schließen, den zeichnen sie mit der Silbernen Spange aus. Es war inzwischen die 14. Unmittelbare Vorgänger waren der frühere "MM"-Mitherausgeber Freiherr von Schilling und der Kabarettist Hans-Peter Schwöbel. Auch der begrüßte den "Ordensbruder", und zwar auf seine Art. Mit einem umwerfenden Rap-Song: "Mir Kurpfälzer wolle gern lebe, bevor mir sterbe."

Das riss selbst den sonst distinguierten Wirtschaftskapitän Wolfgang Frey zu einem donnernden Ahoi hin. Mit ihm stimmten ein: die ehemaligen Stadtprinzessinnen, Lore Herbert, Ursel Eirich, Nicole Lutz, Tina Armbruster und Bianca Prismantas, der Leiter der Mannheimer Bürgerdienste und ehemalige Standesbeamte in Neckarau, Helmut Rolli, die Sponsoren der Prinzessinnen-Spange Heinrich Ehhalt für die Volksbank Rhein-Neckar und Jürgen Beyer für die Odenwald-Quelle sowie mehrere Tollitäten und Vertreter aus befreundeten Fasnachtsvereinen.

Zum ersten Mal dabei: Pfarrer Klaus Schäfer, das "Oberhaupt" der Seelsorgeeinheit Südwest, zu der auch die Neckarauer Jakobusgemeinde gehört. Natürlich musste er sich fragen lassen, ob er gekommen sei, um zu sehen, dass es bei den närrischen Prinzessinnen auch gesittet zugeht. Der Pfarrer lächelte dazu nur verschmitzt.

Traditionell zeichnen die Prinzessinnen die ausgesuchte Persönlichkeit am Fasnachtsdienstagaus. Ihre Beweggründe lagen diesmal vor allem in der Dankbarkeit, mit der das Großkraftwerk die Pilwe unterstützt. Ihre Wahl fiel auf jemand, dem es nach eigenen Worten ein Anliegen ist, "mit meinem bescheidenen Beitrag" dazu zu helfen, dass es in Neckarau so schön und so familiär zugeht, wie er es bislang erfahren hat. Geschmeichelt zeigte sich Wolfgang Frey, "von einem Kreis solch schöner Frauen" ausgezeichnet worden zu sein.

Wie wohl er ("Ich komme ja aus Karlsruhe") sich in dem Kreis fühlte in dem Kreis und in Neckarau fühlte, zeigte Frey, als er sich die Zeit nahm, auch den anschließenden Fasnachtszug zu verfolgen, gut gelaunt und anerkennend den vorbeiziehenden Narren zuzuwinken.

Mannheimer Morgen
21. Februar 2007

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