Mannheimer Morgen 17.02.2010

Neckarau: Prinzessinnen zeichnen Helmut Wetzel mit der Silbernen Spange aus

Lieblichkeiten küren Dorfgendarm zum Liebling
Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny

Wen küren die Neckarauer Lieblichkeiten zu ihrem Liebling? Wie ein Staatsgeheimnis hüten die ehemaligen Prinzessinnen ihre Entscheidung, am Fasnachtsdienstag begrüßen sie und mit ihnen eine große Gästeschar den Auserwählten mit dreifachem Ahoi: Helmut Wetzel erhielt in diesem Jahr die Silberne Prinzessinnenspange. Eine Auszeichnung, mit der sich die Lieblichkeiten bei dem bedanken, von dem sie sich bei ihrem Einsatz in der Fünften Jahreszeit besonders unterstützt sehen.

Die Laudatio sprach Pilwe-Präsident Rolf Braun, dem die Lieblichkeiten die Preziose im vergangenen Jahr ans Revers hefteten. Und der erinnerte an die zahlreichen Stationen der jahrelangen ehrenamtlichen Tätigkeit von Wetzel in Neckarau.

Herausgehoben ist dabei der kommunalpolitische Einsatz des ehemaligen Bezirksbeirats und SPD-Stadtrats für den Vorort. Seine umtriebige Tätigkeit gilt aktuell der Vergangenheit Neckaraus. Als Vorsitzender des Vereins Geschichte Alt-Neckarau sorgt er mit seinem Team für eine anschauliche Darstellung der Historie - auch wenn er bei passenden Anlässen als Dorfgendarm auftritt - und für den Ausbau des alten Rathauses zu einem Heimatmuseum. In dem ging gerade die erste große Kurpfälzer Fasnachts-Ausstellung zu Ende. Schließlich erreichte mit hartnäckigem Bohren bei der Stadt die Renovierung der Neckarauer Friedhofskapelle.

"Als Neckarauer mit Migrationshintergrund" fühle er sich bestens aufgenommen im Vorort, meinte der gebürtige Waldhöfer Wetzel augenzwinkernd. In seine Dankesworte flocht der begeisterte Heimathistoriker Erinnerungen an bedeutende historische Ereignisse der Stadt.

Dass aber in Mannheim nicht alles zum Besten ist, kam bei den fasnachtlichen Gesängen der Mannemer Weiber zur Sprache. Mit einem gereimten Protokoll stimmte zuletzt Christa Krieger von der Freilichtbühne Prinzessin Jessica I. auf das nahende Ende der Kampagne ein.

Mannheimer Morgen
17. Februar 2010

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