Geschichte

Die Pilwe-Prinzessinnenspange

Die Idee stammte einmal mehr von dem nie um überraschende Einfälle verlegenen Neckarauer Ex-Bürgermeister und Leiter der Bürgerdienste , Helmut Rolli, der am Aschermittwoch 2000, dem letzten Regierungstag des sympathischen Prinzenpaares Bianca und Renè die Neckarauer Lieblichkeiten von einst und jetzt spontan zu einem Empfang ins "Rathaus mit Herz" einlud. Sowohl die bildhübsche Millenniumsprinzessin Bianca I. (Bianca Prismantas) als auch ihr Prinzgemahl Renè I. (Renè Herrmann) stammten aus den Reihen der Pilwe, seine Tollität war zuvor sogar als Gardeminister im Elferrat der Neckarauer Narrengilde aktiv. Als der Feuerio den neuen Stadtprinzen damals präsentierte, schlug dies wie eine kleine Bombe ein und sorgte für reichlich närrischen Gesprächsstoff und kräftige Schlagzeilen. Die Neckarauer Lieblichkeiten kamen der Einladung ihres Pilwe-Bürgermeisters gerne nach und erschienen nahezu vollzählig (nur Ursula I. fehlte verständlicherweise, da sie seit vielen Jahren auf dem fünften Kontinent zuhause ist und dies ist nun mal nicht gerade um die Ecke von Neckarau.

Auch Prinz Renè gab sich natürlich die Ehre. Nach dem offiziellen sehr stimmungsvollen Teil im Rathaus wurde dann noch kräftig weiter gefeiert in Lore Herberts "Provinum", einem fast ein wenig versteckten Schmuckstück für Liebhaber eines guten Tropfens in der Friedrichsstraße

Lore regierte als als Pilwe-Lieblichkeit vom "Backparadies"1976 und sie freute sich besonders ihre Vorgängerinnen, Ursel I. vom Kritzelministerium (Ursel Eirich), damals erste Pilwe Prinzessin, die zugleich Stadtprinzessin war und Erika I. von Kaufgutien (Erika Neumann geb. Frey) und ihre Nachfolgerinnen neben Bianca noch "Nicole I. von Bachiara" (Nicole Herrmann, temperamentvolles Schwesterchen von Prinz Renè). und "Tina I. von Kneuckeria" (Tina Armbruster) wiederzusehen und mit ihnen feucht-fröhlich im Kreise von guten närrischen Freunden Erfahrungen auszutauschen.


Es wurden die Motto´s verkündet, viel gelacht, getanzt gesungen (Kratz-Bariton Alfred sorgte für eine Superstimmung) und Prinz Renè wurde schnurstracks als Ehrenprinz in den Kreis aufgenommen. Genau ein Jahr später wurde das Ganze wiederholt, es herrschte eine ähnlich gute Stimmung, alle waren wieder mit dabei und zur Erinnerung wurde eine Anstecknadel in Form einer Weintraube vergeben, bevor man als Zuschauer beim Neckarauer "Zügl" so manches "Pilwe" Ahoi erschallen ließ.

Und bevor man sich nun am kommenden Aschermittwoch wiedertrifft (und nach dem dritten Mal ist eine Veranstaltung in der Kurpfalz bekanntlich Tradition) haben die engagierten närrischen Ladies nun kurz vor dem Startschuss zur neuen Kampagne eine tolle Idee in die Tat umgesetzt.

Ehrenprinz Renè fingierte als Organisator  und setzte sich in Verbindung mit Goldschmiedemeister Rolf Bartosch, der sich sofort ans Werk machte und einen wahren Augenschmaus schuf.


Ein Schmuckstück vom Allerfeinsten, das dann auch von dem bekannten Neckarauer Künstler und Freund der Fasnacht , Günther Neunreither gleich perfekt auf Leinwand festgehalten wurde und Pilwe-Präsident Rolf Braun, ein echter Vollblutfasnachter, der sein Amt antrat, als Nicole regierte, durfte es nun - natürlich wieder im "Provinum" - den Lieblichkeiten an die Brust und dem Ehrenprinzen ans Revers heften. 

Die "Prinzenssinnenpange" als wunderschönes äußerliches Zeichen der Zusammengehörigkeit  besteht aus reinem Silber und zwei gekreuzten Zeptern, eines mit einer Krone und eines mit einem Pilwe (für Nicht-Insider: ein mit Daunen gefülltes Kopfkissen). Darunter als Zeichen der Heimatstadt das Mannheimer Wappen und darüber eine Weintraube, symbolisch für das "Provinum" - sozusagen als Geburtsstätte dieser verschworenen Damengemeinschaft mit männlicher Verstärkung, die übrigens neben der jährlichen Vergabe der Spange an eine Person, die sich um Neckarau, die Neckarauer Lieblichkeiten oder die Mannemer Fasnacht verdient gemacht hat, noch einige weitere Überraschungen im petto hat.


Man darf gespannt sein und wird ganz sicher von dieser geballten Ansammlung holder Weiblichkeit - allesamt mit blauem pulsierendem närrischen Blut in den Adern - in Zukunft noch eine ganze Menge hören. Ihr Motto beherrschen sie übrigens allesamt noch, davon konnten sich die zahlreich erschienenen Ehrengäste überzeugen, darunter selbstverständlich auch wieder der ursprüngliche Initiator Helmut Rolli und der Präsident der Vereinigung Badisch Pfälzischer Karnevalvereine e.V. Dr. Werner Pfützer, der die Gelegenheit beim Schopfe packte und die Pilwe-Lieblichkeiten spontan zu einem Besuch in den Speyerer Narrenturm einlud, dessen Museum jeder einmal besucht haben sollte, der mehr über die Fasnacht in unserer Heimat erfahren möchte. Die Lieblichkeiten werden dieser Einladung auf jeden Fall gerne nachkommen. Auf die Pilwe-Lieblichkeiten, ihren Ehrenprinzen und die neuen Prinzenspange ein dreifach kräftiges "Pilwe-Ahoi "!

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